Besuch des MPSC-Kongresses 2026 in Berlin:
Austausch und praxisnahe Einblicke für smarte Kommunen
Am 28. und 29. April 2026 fand in Berlin der 8. Kongress der Modellprojekte Smart Cities (MPSC) statt. Die Veranstaltung brachte zahlreiche Kommunen, Projektverantwortliche sowie strategische und operative Akteurinnen und Akteure zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, bewährte Ansätze und konkrete Erfahrungen aus der Smart-City-Praxis auszutauschen.
Im Mittelpunkt des Kongresses stand die Frage, wie digitale und smarte Lösungen nachhaltig in den kommunalen Alltag integriert werden können. Dabei wurde deutlich: Erfolgreiche Smart-City-Projekte entstehen nicht allein durch Technologie. Vielmehr sind es Zusammenarbeit, Wissenstransfer und die richtigen Kompetenzen, die den Unterschied machen. Passend dazu zog sich ein zentrales Motto durch die Veranstaltung: Smart City ist Teamsport. Technik allein reicht nicht. Entscheidend ist, wie Menschen, Kompetenzen und Zusammenarbeit die digitale Transformation voranbringen.
Impulse aus der Bundespolitik
Eröffnet wurde der Kongress von Bundesministerin Verena Hubertz (BMWSB). In ihrer Rede hob sie insbesondere den Mut der Kommunen hervor, neue und innovative Wege zu gehen. Gleichzeitig betonte sie die Bedeutung von Open-Source-Lösungen, die eine Übertragbarkeit erfolgreicher Projekte ermöglichen. Ein weiterer zentraler Punkt war der Mehrwert durch das Teilen von Ideen und den offenen Austausch zwischen Kommunen.
Detmolder Fokus: Vorstellung des Marktplatz-Moduls in der Appmold
Im Rahmen eines Transfer-Events stellte Franziska Leifeld (Smart City Detmold) den Marktplatz der Appmold vor und gab Einblicke in Konzept, Umsetzung und Zielsetzung des Moduls. Das Format dieses Transfer-Events war bewusst kompakt gestaltet: In mehreren parallelen Sessions wurden jeweils verschiedene Lösungen aus unterschiedlichen MPSC-Kommunen präsentiert. Im Anschluss an die Kurz-Pitches gab es eine Phase zum Austausch zu den Lösungen. Hier konnten wir vor allem die Mehrwerte der Lösung erläutern (Bindungsstärkung zwischen Bürger*innen und Händlern, Beitrag zur Attraktivität der Innenstadt und Steigerung der Nutzung der App). Ein weiteres Thema der Interessierten war die Gewinnung von Händlerinnen und Händlern. Dabei ging es insbesondere um Fragen zur Akquise sowie um die praktische Einbindung der Händlerbetriebe in bestehende Systeme wie das Content-Management-System.
Einordnung im Gesamtprogramm
Parallel wurde die Smart Village App (zu der auch unsere Appmold gehört), beispielsweise am Beispiel der Bad Belzig App, auch auf der großen Bühne durch Philip Schwerdfeger vorgestellt. Im Fokus standen dabei die interkommunale Zusammenarbeit, der modulare Aufbau sowie die breite Nutzung durch mittlerweile über 50 Verwaltungen. Die Lösung zeigt, wie digitale Anwendungen die Bürgerbeteiligung stärken und die Bindung zwischen Verwaltung und Bevölkerung fördern können.
Fazit: Smart City funktioniert dann am besten, wenn alle im Team spielen.
Der MPSC-Kongress 2026 hat einmal mehr gezeigt, dass Smart City weit über technische Lösungen hinausgeht. Der nachhaltige Erfolg hängt davon ab, wie gut Kommunen zusammenarbeiten, Wissen teilen und gemeinsam Lösungen weiterentwickeln. Gerade Formate wie das Transfer-Event bieten dafür eine wertvolle Plattform. Auch die Präsentation des Marktplatz-Moduls der Appmold durch unser Team hat deutlich gemacht, wie konkrete Lösungen auf Interesse stoßen und zur Nachnutzung anregen können.
Der 8. MPSC-Kongress hat vom 28. bis 29. April 2026 in Berlin den Austausch unter den teilnehmenden Kommunen gefördert. Im Fokus stand in diesem Jahr der Transfer. (Foto: Stadt Detmold)
Franziska Leifeld von der Smart City Detmold präsentierte in Berlin das mit der SVS entwickelte Marktplatz-Modul in der Appmold. Im Anschluss stand sie für Fragen zur App-Lösung bereit. (Foto: Stadt Detmold)
Der MPSC-Kongress dient regelmäßig zum intensiven Austausch der teilnehmenden Kommunen. Best Practice-Lösungen und Innovation werden so zeitnah geteilt. (Foto: Stadt Detmold)
Insbesondere die angebotenen Formate, boten viele Möglichkeiten für einen fachlichen Austausch und die Vernetzung. (Foto: Stadt Detmold)
Philip Schwerdfeger (Bad Belzig) setzt ebenso wie Detmold auf die Smart Village App und erklärte den interessierten Teilnehmenden des Kongresses die Vorzüge. (Foto: Stadt Detmold)